Broschüre des RWV Die neueste Ausgabe (Heft 17) unserer Broschüre "Oper und Konzert" mit aktuellen Informationen und mehreren Artikeln steht als pdf-Datei zur Verfügung: Datei hier herunterladen
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Neues aus dem RWV Kassel: Neuwahlen Die letztjährige Mitgliederversammlung stand im Zeichen von Neuwahlen des Vorstandes. Hansgeorg Kling wurde als Vorsitzender wiedergewählt. Er ist jetzt seit 1992 in diesem Amt. Stellvertretender Vorsitzender ist weiterhin Gerhard Becker. Neu ins Amt kam Paul Jung: Als Schriftwart löst er Renate Meyer-Seitz ab, die zum Ehrenmitglied ernannt wurde. Wiedergewählt wurden Petra Becker als Schatzmeisterin und Hans-Jürgen Lötzerich als Beisitzer.
Neuer GMD am Staatstheater Kassel Das Staatstheater Kassel hat seit dieser Spielzeit einen neuen GMD. Am Pult des Staatsorchesters Kassel gab Francesco Angelico mit „Andrea Chenier“ und mit dem ersten Sinfoniekonzert seinen bejubelten Einstand. Er übernahm das Dirigat von „La Bohème“ und bringt im Februar „Jenufa“ (Janacek) heraus (Regie: Markus Dietz). Angelico war zuletzt Chefdirigent am Tiroler Landestheater in Innsbruck.
In Erwartung des „Tristan“ Nach zehn Jahren wird es in Kassel wieder die 1865 in München uraufgeführte Wagner-Oper geben. Die Kasseler Inszenierung gab es 2007/08. Sie lag in den Händen von Johannes Schütz. Leonid Zakhozhaev sang den Tristan, Adrienne Dugger die Isolde. Roberto Paternostro und sein Nachfolger Patrik Ringborg waren die Dirigenten. Im Mai 2018 wird Constantin Trinks die musikalische Leitung haben, die Regie übernahm Stephan Müller, der In Kassel bereits mit den Inszenierungen von „La Voix Humaine“ und „Ritter Blaubart“ (2013/14) sowie „Antigona“ (2016/17) hervortrat.
Erste Einblicke in den neuen Kasseler „Ring“ Für seinen Wagner-Treff im November konnte der RWV Kassel Markus Dietz für ein Gespräch gewinnen. Er wird den Kasseler „Ring“ 2018/20 inszenieren. Achtzig Interessierte kamen in Grimms Bistro, so viele wie noch nie. Es wird der fünfte „Ring“ seit dem Krieg in Kassel sein. Markus Dietz, geb. 1961, ist seit 1993 als Regisseur tätig; höchst erfolgreiche Operninszenierungen in Kassel: Turandot, Tote Stadt, Elektra.
Jetzt, ein Dreivierteljahr vor der Premiere von „Rheingold“, ging es darum, erste Einblicke in die Entstehung der Inszenierung zu gewinnen. Ausgangspunkt war ein Zitat des großen Wagner-Kenners Peter Wapnewski: Der „Ring des Nibelungen“ als Parabel vom Leben, das nach seiner Natur unschuldig ist und das durch seine Geschichte schuldig wird. Markus Dietz machte deutlich, um welch große Herausforderung es sich handelt: seit eineinhalb Jahren intensive Beschäftigung mit dem Text und mit der Musik, seit einem halben Jahr zusammen mit den beiden Bühnenbildnerinnen Mayke Hegger und Ines Nadler. Vorrangig ist ihm dabei: die genaue Analyse, das „Erzählen“ des Musikdramas auf stimmige und nachvollziehbare Weise.
Dazu kommt das Zusammenwirken mit dem Dirigenten, dem neuen Kasseler GMD Francesco Angelico. Fazit: Ohne dass Markus Dietz konkrete Einzelheiten verraten konnte, gingen alle, die an diesem Abend dabei waren, nach Hause mit dem Wissen, dass ein großes Ereignis bevorsteht.
Buchbesprechung: documenta 1 bis 14 - Das Buch Dieses 290-Seiten-Buch, reich bebildert, präsentiert mit kurzen Texten eindrucksvoll die vierzehn Ausgaben der Weltkunstausstellung, die in Kassel zu einer Erfolgsgeschichte wurde: sechs Jahrzehnte documenta seit 1955. Dabei werden jeweils zunächst der künstlerische Leiter und das Konzept vorgestellt, bevor auf rund 20 Fotos die markantesten Kunstwerke der jeweiligen documenta gezeigt werden.
Realisiert wurde das Ganze durch Dr. Harald Kimpel und Helmut Plate sowie den Kasseler OKTOGON-Verlag mit seinem Geschäftsführer Hans-Dieter Müller. Eine Fundgrube.
Hansgeorg Kling

documenta – Eine Bildgeschichte. Hrg. Harald Kimpel und Helmut Plate. Kassel (OKTOGON) 2017, 290 Seiten, 40 Euro